„Anleitung zum Widerspruch“ (Franzi von Kempis)

15,00 

„Was sage ich, wenn…?“

Klare Antworten auf populistische Parolen, Vorurteile und Verschwörungstheorien

Antisemitische Anfeindungen auf der Straße, Menschen, die gegen die Seenotrettung wettern oder den Klimawandel leugnen – es gibt viele Situationen, in denen man heutzutage mit Vorurteilen, Halbwahrheiten oder einem problematischen Weltbild konfrontiert wird. Doch was entgegnet man konkret, wenn einem im Gespräch rassistische Äußerungen, frauenfeindliche Halbwahrheiten oder der angebliche Bevölkerungsaustausch um die Ohren fliegen?

Franzi von Kempis liefert in ihrem Buch „Anleitung zum Widerspruch“ konkrete Antworten, kompaktes Wissen und Argumente.

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Mosaik; Auflage: Originalausgabe (30. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442393558
  • ISBN-13: 978-3442393558
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3 x 20,6 cm

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„Was sage ich, wenn…?“

Klare Antworten auf populistische Parolen, Vorurteile und Verschwörungstheorien

Antisemitische Anfeindungen auf der Straße, Menschen, die gegen die Seenotrettung wettern oder den Klimawandel leugnen – es gibt viele Situationen, in denen man heutzutage mit Vorurteilen, Halbwahrheiten oder einem problematischen Weltbild konfrontiert wird. Doch was entgegnet man konkret, wenn einem im Gespräch rassistische Äußerungen, frauenfeindliche Halbwahrheiten oder der angebliche Bevölkerungsaustausch um die Ohren fliegen?

Franzi von Kempis liefert in ihrem Buch „Anleitung zum Widerspruch“ konkrete Antworten, kompaktes Wissen und Argumente.

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Mosaik; Auflage: Originalausgabe (30. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442393558
  • ISBN-13: 978-3442393558
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Es ist illegal, Schiffsbrüchige generell (zum Beispiel nach Libyen) zurückzubringen. Warum? Staatliche Schiffe unterliegen der Europäischen Menschrechtskonvention und dem „Non-refoulment-Prinzip”, das ihnen diese Zurückweisung verbietet. Private Schiffe unterliegen dem völkerrechtlichen Seerecht. Und das besagt: Schiffbrüchige müssen an einen „sicheren Ort”, nicht zwingend den nächsten sicheren Hafen gebracht werden. Und Libyen ist aus europäischer Sicht kein sicherer Ort. Aus diesem Grund können Seenotretter nicht dafür bestraft werden, dass sie die geretteten Menschen nicht nach Libyen zurückbringen.

Als Hintergrund für die Diskussion: Das Seerecht ist nicht für die aktuelle Migrationsfrage ausgelegt. Die Regulierungen zur Seenotrettung wurden nicht geschaffen, um Migrationsbewegungen auf dem Mittelmeer zu kontrollieren. Aber: Niemand sollte auf der Suche nach einem neuen Leben ertrinken müssen.

Nein, das tut sie nicht, auch wenn das noch so viele Politiker in Talkshows behaupten. Was an der Aussage stimmt: Die Sonne ist die größte Energiequelle, die wir haben und zweifellos ein wichtiger Treiber des Klimasystems. Schließlich wird unser gesamtes Klima durch ihre Sonnenstrahlen beeinflusst. Was ebenfalls richtig ist: Die Sonnenaktivität verändert sich, sie strahlt mal stärker, mal schwächer. Wird sie stärker, erwärmt sich die Erde. Aber: Die Energie der Sonne, die auf der Erde ankommt, hat in den letzten Jahrzehnten abgenommen. Während die Sonnenenergie aber nicht zunimmt, erhitzt sich die Erde trotzdem zunehmend. Die Sonne kann also nicht der treibende Faktor bei der Erderwärmung sein. Was aber ein bekannter Faktor der Erderwärmung ist: Treibhausgase. Die verhindern durch ihre Existenz in der Atmosphäre, dass die Erderwärmung ins All abstrahlt. Wie eine dicke Daunenjacke, sorgen Treibhausgase als „Schutzschicht“ dafür, dass Rückstrahlungswärme in der Atmosphäre bleibt.

Männer und Frauen sind verschieden. Darauf kann man sich grundsätzlich immer einigen. Wer aber argumentiert, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern rein biologisch begründet sind, offenbart ein historisch erworbenes Verhalten, wie die Kultur- und Genderforscherin Christina von Braun erklärt: „Wir haben unsere Definitionen von Männlichkeit und Weiblichkeit kulturell, über Jahrtausende hinweg, gelernt, uns antrainiert. Das Problem dabei ist: Viele dieser Definitionen werden gleichgesetzt mit einer angeblichen Natur der Geschlechter. Aber: Eine Natur, die sich in wenigen Jahrzehnten über den Haufen werfen ließ – da kann etwas an dem Argument nicht stimmen.“

Was man sich also für eine Diskussion merken kann: Wer sich auf die Natur beruft, muss sich der Gegenfrage stellen, wieso in dieser Natur innerhalb von wenigen Jahrzehnten so radikale Änderungen möglich waren und wie sich das ohne kulturelle Zuschreibungen erklären lässt.

 

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