Grundlagen der Quellenrecherche

Bei der Einordnung von Nachrichten, Publikationen, etc. ist es immens wichtig, die Quelle zu betrachten, aus der die Meldung stammt. Wer schreibt dort, und woher hat er sein Wissen? Eine ganze Reihe von Faktoren spielt dort eine Rolle. Wenn man sich an die Quellenrecherche macht, findet man im Netz viele Antworten, aber diese muss man bewerten und einordnen.

Hilfreich dabei sind einige Tools und Techniken, die nachfolgend kurz beschrieben werden.

„Google-Fu“

Google liefert gute Antworten – wenn man richtig sucht. Die Suchmaschine kann noch viel mehr, als einfach nur nach einem Begriff suchen. Die einfachste Art, seine Anfrage zu präzisieren, ist Begriffe explizit ein- oder auszuschließen:

Mit „einhorn bunt“ bekommt man Ergebnisse, die entweder „einhorn“ oder „bunt“ beinhalten. Mit „+einhorn +bunt“ bekommt man nur Ergebnisse, die beide Begriffe beinhalten und mit „einhorn -bunt“ bekommt man folgerichtig zwar Einhörner, jedoch keine bunten.

Weitere Möglichkeiten bietet das Menü „Tools“ auf der Google-Seite. Hier kann man zum Beispiel einen Zeitraum wählen, in welchem gesucht werden soll. Dies ist beispielsweise hilfreich, wenn man auf der Suche nach der Originalquelle eines Artikels ist, weil man explizit nach alten Meldungen suchen kann. Auch kann man die Suche nach einem Begriff auf eine Web-Adresse beschränken: „chemtrails site:www.nwo.org“ sucht nur auf www.nwo.org nach dem Wort „chemtrails“.

Bilderrückwärtssuche

Häufig werden bei Falschmeldungen echte Meldungen mit Bildern zusammen in Kontext gebracht, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben. Hier kann man mit der Bilderrückwärtssuche prüfen, ob ein Bild bereits in einem anderen Kontext verwendet wurde.

Adressen

Auch Videos lassen sich mit praktischen Tools analysieren. der YouTube Data Viewer von Amnesty International extrahiert zum Beispiel die Metadaten aus Videos und bietet für einzelne Frames eine Bilderrückwärtssuche an. So kann man beispielsweise herausfinden, wann ein Video zum ersten Mal erschienen ist oder wann es hochgeladen wurde.

Computer!?

Eine sogenannte „Rechnende Wissensmaschine“ stellt WolframAlpha dar. Es ist keine Suchmaschine im herkömmlichen Sinn, sondern ein Interpreter, der aufgrund einer formulierten Frage eine Antwort allein auf der Basis der verfügbaren Fakten aus einer Vielzahl von Quellen liefert. Dies kann man sich beispielsweise zunutze machen, indem man nach dem Wetter an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit sucht. Hat man nämlich ein Video, welches am Datum „x“ aufgenommen sein soll, in dem die Sonne scheint, an dem fraglichen Tag war jedoch eher ein Wolkenbruch, dann weiß man, dass da etwas nicht stimmen kann.

Suchen, suchen, suchen…

Hat man eine Meldung, die man überprüfen möchte, muss man einordnen, wo diese noch überall erschienen ist. Nach bestimmten Begriffen aus der Meldung zu suchen ist der nächste Schritt. Wer berichtet noch darüber? Sind es namenlose WordPress-Blogs, die oft im Wortlaut voneinander abschreiben, oder etablierte Zeitungen oder Pressedienste z.B. der Polizei? Man sollte das Impressum jeder Seite wenigstens kurz prüfen, wenn einem etwas seltsam vorkommt. Gibt es eventuell überhaupt keins, oder ist beispielsweise der Betreiber des Blogs in Uruguay ansässig, darf man sich gerne fragen, ob da etwas faul ist.

Textgattung

Schließlich kommt es bei geschriebenen Artikeln noch auf die Art des Textes an. Nicht nur die grobe Einordnung in Satire und reale Nachricht (die leider oft nicht gelingt), sondern auch, ob es sich um eine wertneutrale Nachrichtenmeldung handelt, oder um einen Kommentar eines einzelnen Redakteurs. Dies wird leider oft genug verwechselt. Kommentare beinhalten mit Absicht persönliche Meinungen und sind wertend.

Zum Weiterlesen und Fakten finden

Nachfolgend ein paar hilfreiche Links zu themenverwandten Artikeln oder Faktencheckern.

 

 

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